Mosambik gehört garantiert unter die top 3 schönsten Reisen, die wir als Familie zusammen gemacht haben. Schon die Bus-Tour von Maputo Richtung Norden nach Vilanculos war ein fabelhaftes Erlebnis. Mosambik ist kein Massenreiseziel und erfordert Flexibilität (kennen wir schon aus Südafrika), Ausdauer und eine gewisse Bereitschaft zum Komfortverzicht (gäu Lisa).
Die Hauptstadt Maputo, einst eine lebendige, attraktive und lebensfrohe Metropole, doch heute etwas 'abgehalftert', lassen wir bald hinter uns. Per "Expressbus", Abfahrt morgens um 3:00, reisen wir 700km zu unserem 1. Ferienziel: Dem Fischerort Vilanculos.
Vilanculos: Ein kleines Städtchen, wo Frauen und Kinder bei Ebbe Krabben sammeln, das Meer türkisblau schimmert und stundenlange Strandwanderungen im weissen Sand möglich sind.
Und zum Schluss noch etwas zur Geschichte:
Auf die Unabhängigkeit Mosambiks reagierten die meisten ansässigen Portugiesen mit Sabotage und der Zerstörung ihrer Fabriken, Maschinen und Gebäude. Sie hinterliessen ein verherendes Vakuum. Kapital, Know-how und Fachkräfte, alles fehlte dem jungen Staat. Zusätzlich zerstörten die jahrelangen, blutigen Auseinandersetzungen mit der Rebellenfront Renamo weitgehend die Infrastruktur Mosambiks (70% der Staudämme zerstört, 8000 km Strassen unpassierbar usw.) Gegen Ende der 1980er Jahr mutierte das Land zum traurigen Spitzenreiter als 'ärmstes Land der Welt'. Die Not zwang die Regierung zu einer Wirtschaftsliberalisierung und Neuorientierung zum Westen hin. Die hohe Arbeitslosigkeit von rund 70% und eine erdrückende Staatsverschuldung zählen bis heute zu den grössten Belastungen. Mosambik ist leider auch das am drittstärksten von Wetterkatastrophen betroffene Land der Welt (nach Bangladesh und Äthiopien)









